Top 10 der Hochzeitsbräuche

Brautstraußwerfen

Damit sich die Gäste schon einmal auf die nächste Hochzeit freuen dürfen, wirft die Braut am Abend des Hochzeitstages den Brautstrauß rückwärts in die hinter ihr versammelten unverheirateten Damen. Diejenige, die ihn fängt, wird nach altem Glauben die nächste Braut sein. Falls Sie Ihren Hochzeitsstrauß als Erinnerung behalten möchten, werfen Sie einfach einen Ersatzstrauß in die Runde.

Schön ist es auch, wenn man der zukünftigen Braut (möglichst mit passendem Partner) den nächsten Tanz schenk.

Hochzeitsbräuche für Ihre Hochzeit in Berlin

Hochzeitstorte anschneiden

Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte gehört zu den wichtigsten Ritualen der Hochzeitsfeier.

Hier wird entschieden wer in der Ehe das Sagen hat. So besagt der alte Brauch, wer beim gemeinsamen anschneiden der Torte die Finger oben auf dem Messer hat, hat in der Ehe das Sagen.

Möchte man einem Streit aus dem Wege gehen, kann es sehr romantisch sein, wenn das Brautpaar auffällig bemüht ist, seine Finger parallel zu halten.

Holzstammsägen

 

Die erste Arbeit als Paar und das Symbol auch schwere Aufgaben gemeinsam zu lösen symbolisiert das Holzstammsägen.
Zum Einsatz kommt dieser Brauch entweder nach dem Standesamt, wenn das zeitlich möglich ist, oder während der Feier.
Traditionell sind die Trauzeugen für die Organisation des Werkzeuges, Stammes und Sägebockes zuständig, manches Standesamt bzw. Gaststätte bietet diesen Service bereits von sich aus mit an. (nachfragen)
Nach alter Tradition wird der Stamm in der Mitte durchgesägt. Eine schöne Abänderung bietet aber auch das Absägen einer Scheibe, an einem Ende. So kann das Brautpaar den abgesägten Teil als Erinnerung aufbewahren.

Das blaue Strumpfband

Aus England stammt dieser Brauch, der auch heute bei uns immer beliebter wird. Es heißt, die Braut sollte an ihrem Hochzeitstag immer etwas Geliehenes, etwas Altes, etwas Neues und etwas Blaues tragen (something old, something new, something borrowed, something blue). So könnte etwas Geliehenes eine Kette von der Freundin sein, etwas Altes ein Stück alter Spitze, etwas Neues die Schuhe und als etwas Blaues wird meistens ein blaues Strumpfband genommen.

Reisregen

Dieser alte Brauch wird meist nicht mehr in dieser Weise ausgeführt. Zum einen lehnen manche Geistliche die Verschwendung von Lebensmitteln auf diese Art ab, zum anderen soll der ungekochte Reis für Tiere ungesund sein.

Oft werden so genante Wedding Bubbels (Seifenblasen) anstelle des Reises eingesetzt. Das sieht auf Fotos schöner aus und muss anschließend nicht aufgefegt werden.

Der Brauch soll reichen Kindersegen schenken.

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Hochzeitstauben fliegen lassen

 

Die weißen Tauben symbolisieren Glück, Frieden und ewige Liebe. Traditionell nehmen Braut und Bräutigam je eine Taube in die Hände. Dann wird ein Gedicht oder Spruch vorgetragen und nachdem sich das Brautpaar geküsst hat, werden die Tauben gleichzeitig in den Himmel freigelassen.

Auch für Fotos ein schöner Augenblick.

Blumenkinder

 

Das "i-Tüpfelchen" so mancher Hochzeit.
Vor der Kirche, dem Standesamt oder beim eintreten in den Festsaal streuen kleine Kinder, hübsch angezogen aus verzierten Blumenkörbchen, Blütenblätter auf den Boden vor das Brautpaar. So kann das Brautpaar über einen wunderschönen Teppich aus Blüten schreiten. Da freut sich auch der Fotograf über ganz besondere Momentaufnahmen!
Dieser Brauch soll reichen Kindersegen schenken.

Hochzeitsspalier

Einen ähnlichen Hintergrund symbolisiert die Tradition des Spalierstehens.
Die Arbeitskollegen, Freunde oder auch Familie stehen beim Verlassen des Standesamtes Spalier indem sie aus Gegenständen einen Tunnel bilden.

Passen sind Gegenstände die sich auf gemeinsame Freizeitaktivitäten beziehen z.B. Golf, Baseball oder Tennisschläger. Besonders schön sind Blumenbögen, durch die das Brautpaar sich nach dem Durchschneiden eines Satinbandes einen Weg suchen muss.

Brautjungfern

Das sind meist gute Freundinnen des Brautpaares. Zum einen ist es eine nette Geste um besondere Freunde noch intensiver in die eigene Hochzeit miteinbinden zu können und zum anderen ist es der Brauch, das noch unverheiratete junge Frauen, die am Anfang des Brautzuges gehen die bösen Geister von der Braut ablenken. Deshalb dürfen die Brautjungfern auch hell gekleidet sein, so dass die Geister in die Irre geführt werden und vom Braupaar ablassen. 

Brautentführung


Die Brautentführung gehört mittlerweile fast schon zum Standard einer jeden Hochzeit. Über den Ursprung streiten sich die Gelehrten.
Manche behaupten es stamme aus dem Mittelalter: Zu jener Zeit lag das Recht der ersten Nacht beim Adel. Es war Gang und Gäbe, dass sich der Adel dieses Recht auch holte, indem er die Bräute von ihren Vasallen in der Hochzeitsnacht abholen und zu sich bringen ließ.
Andere behaupten, dass in Gesellschaften, die von Männerüberschuss gekennzeichnet waren, nur der Bräutigam seine Braut wert war, der auch ordentlich auf sie aufpassen konnte.

 

Wichtig ist vor allem eins: Es sollte ein Spaß sein!
Der Ablauf der Feier darf nicht unangenehm gestört werden und die ganze Entführung sollte in einem zeitlich überschaubaren Rahmen gehalten werden.
Je nach Gesellschaft kann es sinnvoll sein, die Entführung im Vorfeld eventuell mit dem Brautpaar selbst abzusprechen.
Ist die Braut in eine benachbarte Gaststätte entführt worden, sieht der Brauch vor, dass der Bräutigam sie durch das Bezahlen der Zeche auslöst.
Daher sollten mithelfende Gäste, zum Beispiel Trauzeugen darauf achten, dass der Bräutigam nicht ohne Bargeld losgeht!

 

Abänderungen des Herkömmlichen können diesen Brauch wunderbar auflockern. So kann zum Beispiel auch der Bräutigam entführt werden oder die Suche nach der Braut wird als gemeinsame Sache aller Gäste in Angriff genommen.