Kirchliche Trauung

Voraussetzung für eine kirchliche Heirat ist die Mitgliedschaft einer der Partner in der Kirche. In diesem Fall können Sie einen Gottesdienst anlässlich der Eheschließung feiern, wenn der nichtchristliche Partner ausdrücklich zustimmt und erklärt, den Glauben des Partners, der Partnerin zu achten und auch bei der Erziehung der Kinder nicht zu behindern. Die Segnung durch den Pfarrer erhalten eigentlich nur getaufte Paare, es gibt aber mitunter auch Ausnahmen für Nichtchristen.

 

 

1.         Kontakt zum Pfarramt

Wenn Sie bereits genaue Vorstellungen von Zeit und Ort Ihrer kirchlichen Trauung haben, empfiehlt es sich, dass Sie frühzeitig mit dem Pfarramt Kontakt aufnehmen. Dann wird ein Termin für das Traugespräch vereinbaren.

 

2.         Traugespräch

Bei diesem Treffen geht es um Sie, das Brautpaar, und um die Gestaltung Ihrer kirchlichen Trauung. Hier können Sie auch eigene Vorstellungen einbringen, z.B. in bei der Liederauswahl, Musik oder Beteiligung von Freunden und Verwandten, etwa bei Lesungen, Gebeten oder Fürbitten.

 

3.         Unterlagen zur Eheschließung

Voraussetzung für die kirchliche Trauung ist die standesamtliche Eheschließung. Spätestens vor Beginn des Gottesdienstes muss Ihre standesamtliche Heiratsurkunde beim Pastor vorliegen.

 

4.         Trauspruch

Für Ihre Ehe bekommen Sie einen biblischen Vers mit auf den Weg, der Sie begleiten und an Ihre kirchliche Trauung erinnern soll. Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl und sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer darüber. siehe Trausprüche

 

5.         Fürbitten

Sie können dem Gottesdienst eine persönliche Note verleihen indem sie Ihr Fürbittengebet selber auswählen. siehe Fürbitten

 

6.         Ablauf einer kirchlichen Trauung

· Einzug der Braut / des Brautpaars
· Begrüßung durch den Priester
· Lesung aus der Bibel
· Lied
· Evangelium
· Predigt
· Trauung
· Fürbitten
· Gabenbereitung (wenn eine Hochzeitsmesse gefeiert wird)
· Sanktus
· Segen

· Auszug

Katholische Trauung

Bei einer katholischen Trauung muss ein evtl. ungetaufter Partner beim jeweiligen Bischof um Dispens bitten, das bedeutet, dass er per Unterschrift erklärt, eine katholische Lebensgemeinschaft zu führen und die Kinder im katholischen Glauben erziehen zu wollen.

 

In der katholischen Kirche haben Paare die Wahl zwischen einer Messe, an die sich die Eucharistiefeier anschließt oder einem Wortgottesdienst ohne Eucharistiefeier. Nach dem eintreffen der Hochzeitsgesellschaft begrüßt der Pfarrer das Brautpaar und alle Anwesenden mit einer liturgischen Eröffnung. Nach der Predigt werden Braut und Bräutigam von ihm gefragt, ob sie zur christlichen Ehe bereit sind. Es erfolgt eine Segnung der Trauringe, sowie der anschließende Ringwechsel. Die Segnung des Paares schließt die Zeremonie ab. Bei einer katholischen Trauung sind zwei Trauzeugen erforderlich.

 

Ökumenisch Trauung  

Paare die unterschiedlichen Konfessionen angehören können Ökumenisch heiraten. Hierbei muss sich das Paar nur auf eine Kirche (evangelisch oder katholisch) festlegen, in der dann sowohl ein Pastor, als auch ein Pfarrer durch die Zeremonie führen.
Die Anmeldung erfolgt in der Kirchengemeinde, in der die Trauung statt finden soll.
Im Traugespräch, an dem beide Pfarrer teilnehmen, wird die entsprechende Genehmigung für eine ökumenische Trauung erteilt. Ähnlich verhält es sich, wenn einer der Partner Mitglied einer Freikirche ist.

 

Freie Trauung

Eine freie Trauung ist eine alternative Form der Heirat. Freiberuflichen Theologen oder auch freie Redner ermöglichen dem Brautpaar eine Zeremonie mit Ritualen und Ringtausch ganz nach Ihren Vorstellungen. Auch den Ort für die Trauung kann das Brautpaar frei wählen. Egal ob auf der freien Wiese oder sogar in einer Kirche. ( Genehmigung des ansässigen Pfarrers notwendig)
Empfehlenswert ist diese besondere Form der Hochzeit für Paare, die nicht in einer bestimmten Gemeinde beheimatet sind oder wenn einer der Partner bzw. beide aus der Kirche ausgetreten sind. Das gilt auch für geschiedene Paare und diejenigen, die überkonfessionell heiraten wollen.

 

Kosten

In Kirchen wird oft eine Spende erwartet, zwischen 100EUR und 400EUR. Für den Blumenschmuck an Bänken und Altar muss das Brautpaar selber sorgen. Die Blumen verbleiben nach Eheschließung als Dankeschön in der Kirche.
Frei Theologen berechnen je nach Aufwand bis zu 800EUR für Ihre Dienstleistung.